Saftfasten... Wieso? Weshalb? Warum?

20.03.2017

 

Da mich die eine oder andere Frage zum Thema Saftfasten erreicht hat, dachte ich mir das ist doch die perfekte Gelegenheit, um meine ganz persönliche Erfahrung mit Euch zu teilen.

 

Warum gerade Saftfasten?

Schon eine ganze Weile habe ich darüber nachgedacht zu fasten, da ich öfter mal mit Unwohlsein im Bauch und Bauchschmerzen zu tun habe. Ich wollte meinen Darm einfach ein bisschen entlasten und schauen was passiert. Ich habe noch nie bewusst mehrere Tage auf feste Nahrung verzichtet und war sehr gespannt auf diese Erfahrung. An das ganz "Richtige" fasten, was für mich wirklich nur mit Wasser und Brühe zu überleben bedeutet, habe ich mich noch nicht so ganz herangetraut. So bin ich zum Saftfasten gekommen und fand es eine ziemlich gute Sache, damit trotzdem ein bisschen Energie in meinen Körper kommt.

 

 

Wichtiges vor dem Fasten

Um den Körper auf diesen Entzug vorzubereiten, ist es wichtig, ihn vorher schon etwas zu entlasten. Ich habe an einem Freitag mit dem Saftfasten gestartet und habe am Montag schon langsam angefangen, mich vorzubereiten. Die ersten zwei Tage habe ich meine gewohnten Portionen verkleinert. Zwei Tage vor Beginn der Kur habe ich eine leichte Suppe integriert und am letzten Tag gab es nur noch Flüssiges in Form von Suppe und einem Smoothie. Auch die Darmentleerung spielt bei der Vorbereitumg eine wichtige Rolle. Sobald der Darm wirklich ganz leer ist, kommt kein Hungergefühl auf. Falls Stoffwechselreste zu lange im Darm bleiben, könnten diese sich über die Blutbahnen im ganzen Körper verteilen und zum z. B. zu Hautunreinheiten führen und das wollen wir ja nicht. Zum Abführen gibt es die unterschiedlichsten Methoden. Es geht mit den sogenannten Glaubersalzen und etwas schonender mit Apfelessig (2 EL auf ca. 250 ml stilles Wasser) und mit einem Einlauf. Ich denke, da muss jeder die Methode für sich herausfinden.

 

Inspiration zum Fasten

- Dem Körper eine Auszeit gönnen.- Das war mein Leitsatz für diese Zeit. Was auch bedeutet hat, mir in dieser Phase weniger Termine zu machen und mir Zeit zu nehmen für das, was mein Körper braucht - z. B. Mittagsschlaf :D.

Ich wollte bewusst wahrnehmen, was passiert. Wie fühlt sich dieses Fasten an? Welche Gedanken kommen auf?

 

Es geht los

Pünktlich am Freitag kam mein Paket von Kale&me und ich konnte direkt mit meiner 5-Tage-Saftkur starten. Pro Tag gibt es 6 unterschiedliche Säfte á 320 ml. Der Plan ist, alle 2 Stunden einen Saft zu trinken. Für Kale&me habe ich mich aus vier Gründen entschieden. Ersten habe ich leider keinen Anbieter in Berlin gefunden (jetzt bin ich schlauer, dazu später mehr). Zweitens: Der Preis der Säfter liegt im mittleren Bereich des Angebotsspektrums. Drittens: Die Qualität der Zutaten. Viertens: Ich habe nicht nur positive Bewertungen gefunden, was mich dazu bewogen hat, mir mein eigenes Bild zu machen.

 

5 Tage Saftfasten

Ich muss sagen, ich fand alle 6 Säfte sehr lecker. Ich beschreibe sie Euch noch im Einzelnen.

Alle zwei Stunden einen Saft zu trinken war nicht immer leicht für mich. Es gab dazwischen auch schon mal eine größere Lücke, ich habe es einfach für mich und meinen Tag passend gestaltet. Ich habe mindestens noch zwei Liter Wasser und Tee getrunken (meistens mehr).

Natürlich musste ich auch dementsprechend öfter zur Toilette als normalerweise. Die Säfte sind auch für unterwegs superpraktisch und schnell in die Tasche gepackt.

 

 

 

Die ersten zwei Tage war ich zwischendurch schon auch mal recht müde. Es war ein bisschen in Wellen, mal ein totales Hoch und dann relativ plötzlich total müde. Am ersten Tag hatte ich abends Kopfschmerzen, danach aber nicht mehr.

Am dritten Tag war ich viel draußen und die frische Luft hat total gutgetan. Ich habe mich sehr erfrischt gefühlt. 

Am vierten Tag hatte ich ein richtiges Hoch. Total viel Energie und ich habe mich ab hier wie angekommen gefühlt. Keine "Wellen" mehr. Einfach nur noch toll. Nichts zu essen fiel mir gar nicht so schwer. Ich hatte kein wirkliches Hungergefühl, eher mal Lust wieder etwas zwischen meinen Zähnen zu haben. Ich esse halt schon echt gerne :). Auch wenn mein Freund neben mir gegessen hat, war das kein großes Problem. Für mich ging das echt gut. Ab dem fünften Tag war es dann schon irgendwie normal nicht zu essen und ich habe mich so gut gefühlt, dass ich noch einen Tag dran gehangen habe.

 

 

Fazit

Ich würde jederzeit wieder fasten. Ich fand es richtig toll. Meinem Körper hat es sehr gutgetan. Ich faste jetzt seit drei Tagen nicht mehr und es fühlt sich noch immer gut an. Ich kann es nur empfehlen, einfach mal auszuprobieren. Es ist ziemlich spannend zu beobachten was passiert, damit meine ich was mit und in Deinem Körper passiert und auch was in Deinem Geist passiert, welche Gedanken auftauchen und sich zeigen.

Dadurch dass ich mich während des Fastens nicht mit einkaufen, vorbereiten und kochen beschäftigt habe, hatte ich mehr Zeit für andere Sachen. Es ist schon ziemlich einfach, sich alle 2 Stunden einen Saft zu holen. Der größte Aufwand war, den Tee zuzubereiten :D. Ziemlich interessant war auch, wie oft ich so über das Essen nachgedacht habe, das war mir vorher gar nicht so bewusst und wie oft und viel man sich mit Anderen über das Essen unterhält :D.

 

 

Das war positiv:

- mehr Zeit

- sehr leichtes Körpergefühl

- sehr viel Energie am Morgen (für mich eher untypisch)

- ich habe intensiver gerochen

- keine Bauchschmerzen

- Gewichtabnahme (keine Ahnung wie viel, da ich mich nie wiege/ als wirkliche Methode zum Abnehmen würde ich es nicht empfehlen, da das Gewicht relativ schnell wieder rauf kommt)

 

Nebeneffekte:

- Kopfschmerzen (bei mir nur am ersten Abend)

- Kälter als normal, besonders Hände und Füße

- die ersten drei Tage war ich relativ müde

 

Kleiner Tipp: Die Säfte im Winter vor dem Trinken aus dem Kühlschrank nehmen ;).

 

 

 

 

 

                                                                                                                                   Mein Favorit :)

 

Nachtrag:

Während des Fastens habe ich im "Rose Garden Berlin" die Säfte von "bjuice" kennengelernt. Das ist eine Firma in Berlin, die Ihre Säfte auch in Berlin herstellt. Wirklich sehr, sehr lecker. Leider habe ich Sie vorher im Internet nicht gefunden, sonst hätte ich meine Saftkur mit bjuice gestartet. Wenn ich Euch die Säfte von Kale&me vorstelle, dann schreibe ich Euch auch noch etwas zu bjuice.

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